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Sinzig, 15.05.2010

Übung in der Innenstadt von Sinzig

Es wurde laut in der Innenstadt von Sinzig als der Ortsverband Sinzig beim Mai-Zugdienst in das Haus in der Gudestrasse einrückte. Nachdem die Stadt die Erlaubnis gegeben hatte in dem Rohbau eines Mehrfamilienhauses, welches in nächster Zeit abgerissen werden soll, zu üben, freuten sich alle Helfer auf den bevorstehenden Dienst.

Endlich konnte man bereits erworbenes theoretisches Wissen einmal praktisch anwenden. Es sollten Deckendurchbrüche gemacht werden. Da es gerade für solche Übungen meistens an geeigneten Objekten mangelt, ist es schon etwas besonderes so etwas einmal zu üben.


Selbst altgediente Helfer des Ortsverbandes konnten sich nicht erinnern eine solche Ausbildung jemals gemacht zu haben. Mauer- und Deckendurchbrüche spielen bei der Rettung von Verletzten aus eingestürzten Häusern eine große Rolle. Sie dienen dazu einen Zugang zu der verschütteten Person zu schaffen und ihn durch diese Öffnung zu versorgen und auch zu retten. Deshalb müssen diese teilweise Durchbrüche so groß gemacht werden, dass man auch eine Rettungstrage oder einen Schleifkorb durch das Loch bekommt. Natürlich muss eine solche Aktion unter großer Vorsicht von statten gehen, damit die Trümmer nicht unnötig erschüttert werden.


Somit startete der Ortsverband an diesem Samstag morgen mit den Fahrzeugen des Bergungszuges von der Unterkunft in die Innenstadt. Nach einer Begehung des Objektes mit dem Architekten und Alt-Helfer Hans Hoppe wurden erst einmal die Stellen für die Deckendurchbrüche festgelegt. Danach folgte eine Einweisung für alle Helfer und anschließend wurden drei Gruppen eingeteilt die unter der Leitung von Hagen Hoppe, Michael Rönn und Fabian Simanzik dann die Durchbrüche in Angriff nahmen. Mit Aufbrechhammer, Motortrennschleifer, Hammer und Meißel gingen die Helfer dann frisch ans Werk und dem einem oder anderen Helfer wurde nach relativ kurzer Zeit schon klar, dass es sich hierbei wohl nicht um eine Arbeit von einer halben Stunde handelt. Galt es doch eine mindestens 70 x 100 cm große Öffnung in die Stahlbetondecke zu hauen.

Am Ende des Tages waren alle aber sehr zufrieden mit dem erreichtem Ergebnis und fanden das es eine sehr gute Ausbildung war. Auch bei den nächsten Zugdiensten wird noch in dem Gebäude geübt. Vorgesehen sind zum Beispiel noch Ausbildungen mit der Betonkettensäge, mit dem Einsatz-Gerüst-System und es sollen noch weitere Durchbrüche in Wänden gemacht werden.
An dieser Stelle möchte sich das THW Sinzig nochmals bei der Stadt Sinzig für die Freigabe des Gebäudes für Übungszwecke bedanken. Außerdem gilt unser Dank insbesondere den Anwohnern der Gudestrasse, die die Lärmbelästigung durch die Ausbildung tapfer ertragen haben. Leider konnten wir den Wunsch einiger Anwohner nicht nachkommen, die sich den Komplettabriss des Gebäudes gewünscht hatten.


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