in Zusammenarbeit mit den Organisationen der Vereinten NationenAusbildung für oder mit ausländischen PartnernGrenzüberschreitende Hilfe nach Überschwemmungen, Erdbeben und Sonstiges

Humanitäre Hilfe

in Zusammenarbeit mit den Organisationen der Vereinten Nationen

Internationale Ausbildung

Ausbildung für oder mit ausländischen Partnern

Hilfe bei Naturkatastrophen

Grenzüberschreitende Hilfe nach Überschwemmungen, Erdbeben und Sonstiges

Seit 1953 ist das Technische Hilfswerk auch international im Einsatz. Nach Naturkatastrophen, zu Ausbildungszwecken und bei humanitären Katastrophen. Auch Helferinnen und Helfer aus Sinzig waren und sind an solchen grenzübergreifenden Einsätzen beteiligt.

Nach dem verheerenden Erdbeben in Mexico 1984 war mit Helmut Radermacher der erste Helfer aus Sinzig im Auslandseinsatz. Es folgten Anfang der 1990er die Fahrten mit Hilfsgütern ins heutige Russland.

Seit etwa zehn Jahren haben sich im Ortsverband mehrere Helfer durch entsprechende Lehrgänge und Fortbildungen für Auslandseinsätze qualifiziert und dementsprechend hat auch die Einsatzhäufigkeit zugenommen.

Einsatz nach Naturkatastrophen

Nach Anforderung der betroffenen Länder und im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland bietet das THW nach Naturkatastrophen schnelle und unbürokratische Hilfe an: mit ihren Schnellen Einsatz-Einheiten fürs Ausland.

Diese Einheiten, deren Teams fast komplett aus ehrenamtlichen Helfern bestehen, können innerhalb von 48 Stunden überall auf der Welt eingesetzt worden. Sie sind speziell ausgebildet und verfügen über Gerät und Material, das im Auslands-Logistik-Zentrum des THWs in Mainz für den Lufttransport vorgehalten wird.

Die zwei Bekanntesten dieser Einheiten sind die "Schnelle Einsatz-Einheit Trinkwasseraufbereitung Ausland" (SEEWA) und die "Schnelle Einsatz-Einheit Bergung Ausland" (SEEBA). In letzterer sind auch eine Helferin und zwei Helfer aus dem Ortsverband Sinzig aktiv.

Die SEEBA kommt vornehmlich dort zum Einsatz, wo Menschen gesucht und gerettet werden müssen. Menschen, die in Gebäuden oder Landschaften verschüttet sind. Zum Beispiel nach einem Erdbeben oder nach Überschwemmungen. Unter anderem war die SEEBA in der Türkei, auf Haiti und in Japan im Einsatz.

Die SEEBA wird dort eingesetzt, wo das Wasser so verunreinigt ist, dass für die Bevölkerung nicht mehr ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. Zur Beseitigung dieses Mißstandes führt sie Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Laborausrüstung mit sich. Sie wurde zum Beispiel nach in Indonesien nach dem Tsunami eingesetzt.

Internationale Ausbildung

Durch seine Professionalität und die Einsatzbereitschaft ist das Technische Hilfswerk weltweit hoch angesehen. Gerade die ehrenamtliche Struktur macht das THW dabei im internationalen Vergleich zu etwas Besonderem.

Ein Konzept, das auch in anderen Ländern Anhänger gefunden hat. Schon seit einigen Jahren unterstützt das THW daher in Tunesien den Aufbau einer ehrenamtlichen Katastrophenschutzorganisation - auch als Beitrag zur Entstehung einer Zivilgesellschaft.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit half der Sinziger Ortsbeauftragte Frank Schulze vor Ort bei der Erstellung von tunesischen Vorschriften. 2013 nahmen tunesische Kameraden im Ortsverband Sinzig an einem mehrtägigen Training auf Grundlage der THW-Ausbildung teil.

Durch unsere Nähe zur THW-Bundesleitung in Bonn sind auch oftmals Delegationen aus aller Welt bei uns zu Gast, um sich über die Ausstattung und Arbeit in einem von Ehrenamtlern getragenen Ortsverband des Katastrophenschutzes zu informieren.

Aber auch innerhalb Europas setzt man Wert auf eine gute, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um bei größeren Katastrophen reibungslos miteinander arbeiten zu können. Dafür unabdingbar sind die Teilnahme an internationalen Übungen, wie der Wasserrettungsübung 2012 in Kroatien.

 

 

Humanitäre Hilfe

Als Partner von verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen helfen wir auch weltweit bei humanitären Katastrophen. Dabei liegt unsere Kernkompetenz im Bereich Ingenieurwesen und Bau, für die mit der "Standard Engeneering Capacity" (SEC) ein eigener Personalpool innerhalb des THW existiert.

Für die Blauhelme, die zur Sicherung des Friedens in Sierra Leone und Liberia eingesetzt wurden, haben THW-Helfer die Instandsetzung und den Bau der Unterkünfte organisiert. Leistungen, bei denen die Planung und Koordination sowie Bauleitung durch Helfer des THW erfolgt, die Ausführung in Händen von einheimischen Firmen und Arbeitern liegt.

Aktuell ist das Technische Hilfswerk vor allem für das UNHCR in Jordanien und im nördlichen Irak tätig. Die Planung und Koordinierung zum Bau und der Instandhaltung der Infrastruktur der Flüchtlingslager liegt im Fokus der Arbeit des THWs. Auch ein Helfer aus Sinzig ist für das UNHCR im humanitären Einsatz.